• Kieferorthopädie

    Dr. Stefan Miersch | Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

Früherkennung

Häufig sind bereits im Milchgebiss auftretende Fehlstellungen zu erkennen. Diese können „schlechte Angewohnheiten“ (so genannte Habits) wie Finger- und Saugernuckeln, daraus folgende Zungenfehlfunktionen mit gelegentlichen Sprachstörungen, Lippenbeißen und hals-nasen-ohrenärztliche Symptome begünstigen. Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn sind diese Habits manchmal mit geringem Aufwand zu beheben.

Kinder/Jugend

Die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen ist das wohl bekannteste Aufgabengebiet des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie. Zahn- und Kieferfehlstellungen können während der Gebissentwicklung bzw. im Wechselgebiss (von Milch- zu bleibenden Zähnen) bei optimaler Patientenmitarbeit und entsprechender Unterstützung durch die Eltern gut korrigiert werden.

Zum Einsatz kommen hier oftmals die als „Spangen“ genannten herausnehmbaren Geräte (Aktivatoren, Bionatoren und Platten), festsitzende Geräte (Multiband-Bracket-Apparaturen, BenePlate, BeneSlider u.a.) oder eine Kombination von beiden zum Einsatz. Weniger auffällig sind dabei Keramikbrackets statt der herkömmlichen Metallbrackets.

Erwachsene

Erwachsene stören sich an unästhetischen Zahnstellungen, mit zunehmendem Alter auch an unerwünschten Zahnbewegungen, funktionellen Problemen und Kiefergelenkproblemen.

Zahnbewegungen und somit die Korrektur von Zahnfehlstellungen sind nahezu in jedem Alter möglich. Zum Einsatz kommen hier festsitzende Geräte (Multiband-Bracket-Apparaturen, BeneSlider). Weniger auffällig sind hierbei auf den Frontzähnen befestigte Keramikbrackets statt üblicher Metallbrackets.

Invisalign

Alternativ zu den festen Zahnspangen können die Zähne auch mit aufeinanderfolgenden, transparenten Aufbiss-Schienen (Aligner) schrittweise in die gewünschte Stellung gebracht werden.
Mit einer Kombination aus digitalen Röntgen und intraoralem Scan (iTero) von Ober- und Unterkiefer wird die exakte Planung mittels 3D-Behandlungssoftware (ClinCheck) durchgeführt. So kann das Behandlungsziel für jugendliche und erwachsene Patienten bereits vor Behandlungsbeginn sichtbar gemacht werden. Zu den Vorteilen dieser Behandlung zählt die Möglichkeit einer besseren Mundhygiene und kaum sichtbarer Behandlungsgeräte.

Nach der Zahnkorrektur

Für alle Behandlungsarten gilt es nach Abschluss der aktiven Behandlung, eine ausreichend lange Haltezeit (Retentionsphase) des erreichten Ergebnisses einzuhalten.

Dafür werden folgende Geräte verwendet: Herausnehmbare Retentions-Geräte wie Positioner, Bionatoren, Schienen oder Platten. Zusätzlich kommen auch festsitzende Retainer (von innen an die Zähne befestigte Drähte) zum Einsatz.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Gesundheit des Patienten. So arbeiten wir mit Ihrem Zahnarzt, Oral- und Kieferchirurgen, Physiotherapeuten, Osteopathen, Logopäden, HNO-Ärzten sowie dem Schlaflabor zusammen.

Liegt bei abgeschlossenem Wachstum eine ungünstige Zahn- und Kieferstellung vor, die nicht mit einer kieferorthopädischen Behandlung allein korrigiert werden kann, wird zusammen mit einem Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie eine kombiniert kieferorthopädisch – kieferchirurgische Behandlung geplant und durchgeführt:

Zuerst werden die Zähne vom Kieferorthopäden in eine gute Stellung und anschließend vom Kieferchirurgen der Ober- und /oder Unterkiefer durch eine Operation in eine gute Position zueinander gebracht. Die erforderliche Nachbehandlung mit Feinkorrekturen übernimmt dann wieder der Kieferorthopäde.